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last updated on: 14/06/17 01:03PM
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Mit Android 6.0 ändert sich ausgesprochen viel an Googles Mobilbetriebssystem. Neben Neuerungen im Innern gibt es auch viele Verbesserungen an der Oberfläche und der Bedienung. Leider lässt Google an manchen Stellen die nötige Konsequenz vermissen.
Ein verbesserter Startbildschirm sowie eine ganz neue App- und Widgets-Übersicht sind die auffälligen Neuerungen in Android 6.0. Wie schon in den Vorabversionen lässt sich das Betriebssystem über versteckte Befehle umfangreicher als bisher konfigurieren. Stark überarbeitet wurden auch die Android-Einstellungen, die in vielen Details sinnvoller nutzbar sind.

Google hat die bisherige App-Übersicht im Startbildschirm komplett überarbeitet. Der Bereich hat eine Reihe von Verbesserungen erhalten, die dem Nutzer bei der täglichen Arbeit helfen. Seit Android 4.0 alias Ice Cream Sandwich war die Liste der Apps in Stock-Android auf mehrere Bildschirmseiten aufgeteilt, die sich von links nach rechts durchblättern lassen. In Android 6.0 sind wieder alle Apps auf einer Seite, der Nutzer muss sich vertikal durch die Apps scrollen. Die App-Übersicht verhält sich also wie in früheren Android-Versionen. Bei sehr vielen Apps musste der Nutzer bei den früheren Versionen aber mühsam scrollen, bis er die gesuchte App fand. Um das zu umgehen, gibt es eine Schnellscrollfunktion auf der rechten Seite der App-Übersicht. Indem der Nutzer den Finger auf der rechten Seite hält und nach oben oder unten bewegt, kann er sich besonders zügig durch die App-Liste bewegen. Beim Scrollen ploppt der jeweilige Anfangsbuchstabe der Apps auf, die gerade auf Höhe der Scrollposition zu finden sind. Damit wird die Orientierung innerhalb der App-Übersicht erleichtert, weiterhin gibt es hier nur eine alphabetische Sortierung.

Für das bequeme Auffinden bestimmter Apps gibt es als weitere Neuerung ganz oben in der App-Übersicht ein direkt erreichbares Suchfeld. Sobald dort ein Buchstabe eingegeben wird, aktiviert sich ein Filter und es werden nur noch die Apps angezeigt, die mit dem eingegebenen Anfangsbuchstaben beginnen.Unterhalb des Suchfeldes gibt es eine Reihe mit App-Platzhaltern. Dort erscheinen die zuletzt vom Anwender aufgerufenen Apps. Die Menge der Apps ist unter anderem abhängig vom verwendeten Gerät respektive der Displaygröße. Auf einem Nexus 5 passen vier Apps in eine Zeile, auf einem Nexus 7 fünf, wenn das Tablet im Hochformat gehalten wird.Wer mit der Funktion nichts anfangen kann, kann sie auch abschalten. Die betreffende Option ist allerdings etwas versteckt. In den Android-Einstellungen gibt es einen speziellen Google-Bereich, hier muss im Eintrag Suche und Google Now die Funktion App-Vorschläge abgeschaltet werden. Dann verschwindet die Reihe und es steht mehr Platz für die übrigen Apps zur Verfügung.

Sobald mindestens eine App deaktiviert wurde, gibt es zusätzliche Filtermöglichkeiten. Dann kann sich der Nutzer nur die deaktivierten, nur die aktiven oder alle Apps anzeigen lassen. Eine Auflistung aller zusätzlich installierten Apps könnte aber durchaus hilfreich sein, so mancher Nutzer dürfte sie vermissen.Grundlegend überarbeitet wurde auch der Einstellungsdialog für eine einzelne App. Die Hauptübersicht wirkt nicht mehr so überladen, weil viele Optionen in Untermenüs ausgelagert wurden. Es gibt welche für die Bereiche Speicher, Daten und Benachrichtigungen sowie Standardaktionen und Berechtigungen. In der Speicherübersicht findet der Nutzer alle bisherigen Optionen wie das Löschen von Daten oder dem Cache. Hinter dem Punkt Datennutzung kann der Datenverbrauch einer einzelnen App eingesehen werden, wobei zwischen Vorder- und Hintergrunddaten unterschieden wird, diese Ansicht steht parallel auch in den Dateneinstellungen bereit. Die veränderten Benachrichtigungsoptionen wurden jetzt auch in die App-Einstellungen implementiert. In Android 5.1 waren sie nur in den Benachrichtigungseinstellungen zu finden. Dadurch findet der Nutzer die betreffende Option an den beiden Stellen, wo er sie erwartet.

Der Berechtigungseintrag wird ausgegraut, wenn eine App keine der gelisteten Berechtigungen einfordert. So sieht der Nutzer dies ohne einen weiteren Klick. Sobald eine App Berechtigungen verlangt, werden diese namentlich in dem Eintrag aufgeführt. Wenn alle entzogen wurden, steht dies dort ebenfalls. Mit Android 6.0 lassen sich auch die Heads-up-Benachrichtigungen konfigurieren. Standardmäßig sind sie aktiviert, der Nutzer kann dies umschalten. Wenn sie deaktiviert sind, erscheinen Hinweise weiterhin im Benachrichtigungsbereich. Zudem kann wieder jeder einzelnen App erlaubt werden, sich auch im Nicht-stören-Modus zu melden. Auch können alle Benachrichtigungen einer App abgestellt werden.

In einem gesonderten Erweitert-Menü lassen sich komfortabel die Zuweisungen von Standardaktionen einsehen und verwalten. Neben dem Standardbrowser lässt sich hier die App für Telefonie, für den SMS-Versand und die Assistenzfunktionen bestimmen. Der gewählte Standard-Startbildschirm wird hier seltsamerweise nicht aufgeführt. Eine vergleichbare Übersicht fehlt in den bisherigen Android-Versionen komplett. Dadurch ist es sehr mühsam, eine gewählte Standardzuweisung wieder rückgängig zu machen oder neu zu belegen, das wird mit der neuen Version also vereinfacht. Außerdem lassen sich neuerdings in den App-Einstellungen bestimmte URLs einer App zuweisen, so dass der Anwender deutlich mehr konfigurieren kann. Wer beispielsweise Youtube-Links nicht mehr standardmäßig mit der Youtube-App öffnen möchte, kann dies ändern und die Zuweisung in einer anderen App vornehmen.

In den App-Einstellungen zeigt sich außerdem das mit Android 6.0 neu eingeführte Berechtigungssystem. Für jede App gibt es ein Untermenü, über das die einzelnen Berechtigungen gewährt oder entzogen werden. Damit das reibungslos funktioniert, müssen Apps mit dem aktuellen SDK erstellt werden. Ist das nicht der Fall und wird eine Berechtigung entzogen, erhält die App einen Nullwert. Damit soll verhindert werden, dass es bei Entzug einer App-Berechtigung zu Abstürzen kommt. Neuerdings fragen Apps explizit beim Anwender, ob bestimmte Berechtigungen gewährt werden.In der Übersicht der App-Berechtigungen sieht der Nutzer, wie viele Apps weitere Zugriffsrechte verlangen. Übersichtlich ist zu erkennen, wie viele der zusätzlich installierten Apps nach einer bestimmten Berechtigung verlangen. Wurde eine Berechtigung entzogen, ist die Menge der betroffenen Apps ebenfalls in der Übersicht zu erkennen - auch hier werden nur die zusätzlich installierten Apps berücksichtigt.

In der Detailansicht werden standardmäßig nur noch die Berechtigungen der zusätzlich installierten Apps aufgelistet. Erst über eine zusätzliche Option werden auch die vorinstallierten Apps angezeigt, die die betreffende Berechtigung benötigen. Wer also einer System-App eine Berechtigung entziehen will, hat hier mehr Mühe.Google hat für Android 6.0 einen verbesserten Unterbrechungen-Modus eingeführt, der treffend Nicht stören heißt. Damit erreicht der Nutzer, dass ihn nur bestimmte Arten von Mitteilungen erreichen. Noch in Android 5.0 alias Lollipop finden sich die Einstellungen dafür im Lautstärkemenü, in Android 6.0 sind sie in die Schnelleinstellungen integriert.
Wenn der Nicht-stören-Betrieb aktiv ist, kann der Modus auch via Lautstärkemenü abgeschaltet werden. Beim Aktivieren kann der Nutzer festlegen, dass der Modus nach einer oder mehreren Stunden automatisch beendet wird. Dabei lässt sich die Dauer immer nur um eine volle Stunde verlängern. Alternativ ist eine manuelle Deaktivierung jederzeit möglich.http://www.pcakku-kaufen.com/hp.html

Im Nicht-stören-Betrieb kann der Nutzer zwischen drei Basiseinstellungen wählen. Im Modus Lautlos werden alle Klingel- und Hinweistöne sowie der Vibrationsalarm abgeschaltet. In der Einstellung Nur Wecker klingelt - wie der Name schon sagt - nur der Wecker, keine Benachrichtigungen oder Anrufe kommen durch.Umfangreich konfigurieren lässt sich die dritte Option Nur wichtige. Hier bestimmt der Nutzer selbst, welche Benachrichtigungen außer Alarmen er als wichtig einstuft. Nur Nachrichten oder Anrufe von wichtigen Personen kommen dann durch. Bei Bedarf können alle Termine und Erinnerungen abgeschaltet werden. Außerdem gibt es eine neue Konfiguration: Bei aktiviertem Nicht-stören-Modus kann sich auch ein Anrufer bemerkbar machen, wenn er innerhalb von 15 Minuten erneut anruft. Damit wird sichergestellt, dass Anrufer in Notfällen durchkommen.





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